Heimatverein Salchendorf e.V.

 

Ein Bergwerk in der Nordeifel

die Neuabsicherung dieser Grube stand schon seit langer Zeit auf der Agenda. Im August 2015 wagten wir ein Experiment. Dieses Projekt wollten wir zu zweit schaffen. Der Schwerpunkt sollte aber noch höher liegen, denn die Aktion sollte sogar an nur einem einzigen Tag abgeschlossen werden. Vorbereitet war nur die Beschaffung der Materialien. Der Bau der neuen Stollentür und die Anfertigung der nötigen Verbaue sollte ebenfalls an diesem Tag erfolgen.  Der Initiator des Projektes, war der uns eng befreundete Heimat und Bergbauforscher Thomas Krohn aus Rheinbach. Thomas war auch bei der vorherigen Aktion in Insul mit dabei und dies sollte sein zweites Projekt werden. Wie bei all unseren Projekten, stand nicht nur die optisch zeitgerechte Herstellung der Mundlochabsicherung, sondern auch der Umweltschutz im ausgewogenen Schwerpunkt. Fledermäuse und auch Amphibien, sollten den Stollen über die Wintermonate als Quartier nutzen können. So die Aufgabe, die eigentlich unglaublich klingt, aber wir haben es tatsächlich geschafft, den Stollen an einem Tag neu zu sichern. Der folgende Bildbericht zeigt, wie wir das realisiert haben. (zum Vergrößern einfach anklicken)


Als erstes haben wir die vorgeschnittenen Doppel T-Träger zu Verbauen geschweißt


Nun folgte die neue Tür, die wir ebenfalls aus vorgeschnittenen 4 Kant-Rohrern gefertigt haben


Die Zwischengitter wurden unter Berücksichtigung ausreichender Öffnungen für Fledermäuse und Amphibien geschweißt


Der Transport der fertigen Materialien und der Werkzeuge erfolgte natürlich mit einem traditionellen Fahrzeug


Der vor einigen Monaten angebrachte "vorrübergehende" Verschluß mußte zuerst entfernt werden


Im Laufe der vielen Jahre wurde vom darüberliegenden Hang jede Menge Schutt auf die Stollensohle gespült, der zuerst abgetragen werden musste.
Das taten wir aus zeitgründen zunächst nur im auszubauenden Bereich. Man erkennt an der hohen Kante schnell, wieviel Masse wir entfernt haben.


Total geschafft, machten wir an dieser Stelle die erste Pause, die wir aber vom Ergeiz gepackt nach 20 Minuten beendeten


die Verbaue wurden aufgestellt und eingemessen und natürlich in Waage gebracht


als Verzüge haben wir die Verbaue mit Leitplanken Verbunden bzw. verschweißt.


Zum guten Schluss wurde noch die Tür eingebaut und unser Job war erfüllt. Die Gemeinde Lind, übernimmt im nächsten Frühjahr die Verblendung der vorderen T-Träger mit Eiche-Balken und hinterfüllt die Verbaue mit Haldenmaterial. Als Abschluss soll eine Natursteun-Mauerung das Mundloch umranden und vor nachrutschenden Massen schützen. Der Restliche Teil der Stollensohle (Boden) wird im gleichen Zug weiter beräumt.


Folgend noch eindrucksvolle Einblicke von Untertage









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